Corporate Learning & Working

Dank neuer Technologien ermöglicht die digitale Transformation innovative Weiterbildungsformate und -konzepte. Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf die Beschäftigten, mit dem digitalen Wandel Schritthalten zu müssen - sei es im Umgang mit technischen Entwicklungen oder mit neuen Formen der Zusammenarbeit.

So ist es kein Wunder, dass das Schlagwort "Lebenslanges Lernen" im Zuge der Digitalisierung noch einmal Aufwind bekommen hat. Damit einher gehen auch neue Anforderungen an das Arbeits- und Teamverständnis, die im Bereich Corporate Learning& Working diskutiert werden.

 

 

Werte- und Kompetenzmanagement für die digitale Transformation

Prof. Dr. Werner Sauter

Die Unternehmen haben schon längst auf die Digitalisierung der Arbeitswelt reagiert und neue, agile Arbeitsmethoden eingeführt. Im Arbeitsprozess werden deshalb zunehmend Kompetenzen der Mitarbeiter zum selbstorganisierten Handeln gefordert. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter aufgrund der zunehmenden Digitalisierung Handlungsanker - also Werte - benötigen, die ihnen Orientierung für Entscheidungen geben, die sie immer öfter eigenverantwortlich treffen müssen. Deshalb gewinnt das Werte- und Kompetenzmanagement zunehmend an Bedeutung, auch im Rahmen von Personalmarketing- und Employer Branding- Maßnahmen. 

 

Roboter im Hörsaal: Das Projekt "H.E.A.R.T."

Prof. Dr. Jürgen Handke, Philippsuniversität Marburg

Humanoide Roboter werden derzeit fast ausschließlich zu Demonstrationszwecken als Schauobjekte verwendet. Sie tanzen, sie winken, sie machen Witze, sie überreichen Gegenstände - solide Einsatzszenarien dagegen gibt es kaum. Das gilt auch für die klassische Hochschullehre, für die sich humanoide Roboter weder als Assistenten noch als Dozenten eignen. Mit neuen digitalen Lehr-/Lernformaten allerdings verändert sich die klassische Lehre zunehmend zu einem Selbstlernprozess mit einer nachgeschalteten Präsenzphase, in der neue Formen der Dozent-Student- Interaktion und neue Freiräume zur Beratung entstehen. Und genau hier können humanoide Assistenzroboter unterstützend wirken. Im Rahmen des Projekts H.E.A.R.T. (Humanoid Emotional Assistant Robots for Teaching) wird nicht nur diese Roboterrolle eines Lehrassistenten theoretisch untersucht, sondern es werden Roboter-Apps für den Hörsaal entwickelt, in der Lehre eingesetzt, evaluiert und professionalisiert. Einige dieser Apps wird Professor Jürgen Handke zusammen mit einem seiner Roboter im Dialog präsentieren und diskutieren.

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